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NIDWALDEN – ATTRAKTIV VERNETZT

 

Kurze Wege in Nidwalden

Alle Dienstleistungen der Amtsstellen werden vernetzt angeboten. Das Prinzip lautet «Alles aus einer Hand». Ein Beispiel veranschaulicht das «Modell Nidwalden».

Einer ausländischen Familie (zwei Kinder) gehört ein erfolgreiches Unternehmen. Besitzer wie auch Firma sind in einem Land der Europäischen Union (EU) domiziliert. Nun möchten die Eigentümer den Sitz in den steuergünstigen Kanton Nidwalden verlegen. Das Kantonale Steueramt Nidwalden hilft bei der Abklärung der steuerlichen Rahmenbedingungen.

Juristische Personen Natürliche Personen Arbeitsamt Amt für Migration Erbschafts- und Schenkungssteuer Handänderungssteuer Pauschalbesteuerung Einkommens- und Vermögenssteuer Wirtschaftsförderung Handelsregisteramt Steuer auf Lizenzerträgen Gewinn- und Kapitalsteuer

Das Kantonale Steueramt informiert die Interessenten über das schweizerische Steuersystem generell und jenes von Nidwalden speziell. Im Kern handelt es sich um die steuerlichen Belastungen von Gewinn und Kapital (1), allenfalls auch um eine Privilegierung. Es verweist auch auf die äusserst interessante Lizenz-Box-Besteuerung. Deren Vorteil liegt darin, dass Lizenzerträge (2)  lediglich zu 20 Prozent des ordentlichen Gewinnsteuersatzes (6 Prozent ab 1. Januar 2011) besteuert werden.

Die Interessenten sind von Nidwalden als zukünftigem Standort überzeugt. Sie möchten die Firma hier ansiedeln und auch privat in den Kanton umziehen. Das Kantonale Steueramt Nidwalden wird aktiv und stellt in kurzer Zeit die für die Ansiedlung notwendigen Kontakte her. So wird die Gesellschaft über das Handelsregisteramt im Handelsregister (3)  eingetragen. Die kantonale Wirtschaftsförderung (4) ist bei der Suche nach Bauland oder einer Liegenschaft behilflich. Zudem ebnet sie den Interessenten den Weg zum Amt für Migration (9).

Nidwalden gehört zu den steuergünstigsten Standorten der Schweiz. Das Kantonale Steueramt klärt alle Fragen bezüglich der Besteuerung von Einkommen und Vermögen (5)  wie auch die Voraussetzungen, pauschal besteuert (6) zu werden. Im Fokus sind auch die Erbschafts- und Schenkungssteuern (8) sowie allfällige Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern (7).

Die Ehefrau möchte weiterhin als Physiotherapeutin tätig sein – offen ist die Frage, ob dies als Selbständigerwerbende oder als Angestellte der Fall sein soll. Auch diesbezüglich agiert das Kantonale Steueramt als Drehscheibe und stellt die Verbindungen her zum Arbeitsamt (8) und zur Ausgleichskasse (AHV), der staatlichen Sozialversicherung.

(1) Gewinn- und Kapitalsteuer:

Gemäss Art. 85 Abs. 1 StG NW entrichten Kapitalgesellschaften, Genossenschaften und Körperschaften nach Art. 65 Abs. 1 Ziff. 2 ab 2011 eine feste Gewinnsteuer von 6 Prozent des Reingewinns. Die Kapitalsteuer wird mit dem kleinstmöglichen Satz von 0,1 Promille besteuert. Bringt eine Gesellschaft die entsprechenden Voraussetzungen mit, kann sie eine Privilegierung nach Art. 99 StG NW (Holdinggesellschaft) oder Art. 100 StG NW (Verwaltungsgesellschaften) beantragen.

(2) Steuer auf Lizenzerträgen:

Gemäss Art. 85 Abs. 3 entrichten Kapitalgesellschaften und Genossenschaften sowie Körperschaften nach Art. 65 Abs. 1 Ziff. 2 für Nettolizenzerträge aus der Nutzung von immateriellen Gütern die feste Gewinnsteuer von 20% des ordentlichen Gewinnsteuersatzes (6%). Die maximale Belastung beträgt somit 1,2%.

(3) Handelsregisteramt:

Das Handelsregisteramt ist zuständig für die Konstituierung und den Eintrag ins Register am Sitz der Gesellschaft. Mit dem Eintrag ins Handelsregister erlangt die Gesellschaft ihre Rechte und Pflichten – also eigene Rechtspersönlichkeit (Betreibung auf Konkurs, Steuerpflicht etc.).

(4) Wirtschaftsförderung:

Die Wirtschaftsförderung Nidwalden begleitet in enger Zusammenarbeit mit dem Kantonalen Steueramt Ansiedlungen von Firmen und Privatpersonen. Das Netzwerk der Wirtschaftsförderung Nidwalden ist weitreichend. Grosser Wert wird auch auf die Bestandespflege gelegt.

(5) Einkommens- und Vermögenssteuer:

Der Kanton Nidwalden bietet eine äusserst niedrige Einkommens- und Vermögenssteuerbelastung für natürliche Personen. Der Steuersatz ist lediglich bis zu einem Einkommen von CHF 155800 progressiv ausgestaltet. Für Erträge aus beweglichem Vermögen reduziert sich die Steuer auf der Grundlage des Steuersatzes, der dem gesamten Einkommen entspricht, um 20 Prozent. Die einfache Steuer beträgt 0,25 Promille des steuerbaren Vermögens.

(6) Pauschalbesteuerung:

Personen ohne Schweizer Bürgerrecht, die erstmals oder nach mindestens zehnjähriger Landesabwesenheit im Kanton steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt nehmen und hier keine Erwerbstätigkeit ausüben, haben nach Art. 16 StG NW das Recht, anstelle der Einkommens- und Vermögenssteuer eine Steuer nach dem Aufwand zu entrichten.

(7) Handänderungssteuer:

Die Handänderungssteuer nach Art. 136 ff. StG NW wird bei der Veräusserung von Grundstücken oder Anteilen von solchen erhoben. Steuerpflichtig ist der Erwerber des Grundstücks. Die Steuer wird vom Kaufpreis mit Einschluss aller weiteren Leistungen des Erwerbers erhoben und beträgt 1 Prozent des Handänderungswerts.

(8) Erbschafts- und Schenkungssteuer:

Eine Erbschaft ist steuerfrei für verwandte Personen in auf- und absteigender direkter Linie. Wird dem Empfänger Geschäftsvermögen zugewendet, das ganz oder vorwiegend der selbständigen Tätigkeit sowie der Unternehmensfortführung dient, entfällt die Erbschafts- und Schenkungssteuer (Art. 153 ff. StG NW).

(9) Amt für Migration:

Das Migrationsamt regelt, unter welchen Bedingungen jemand in die Schweiz einreisen und hier leben und arbeiten kann. Es vollzieht im Auftrag des Bundes die Asylgesetzgebung. Damit verbunden sind umfassende Dienstleistungen für in- und ausländische Interessenten.

(10) Arbeitsamt:

Das Arbeitsamt ist die erste Anlaufstelle für Arbeitsuchende. Das Arbeitsamt ist zuständig für Stellenvermittlungen und arbeitet eng mit den Sozialversicherungsbehörden zusammen.

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