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«Martini» im Sommer

In frühen Zeiten war «Martini» Zinstag. «Martini» (das ist jeweils der 11. November) ist dem heiligen Martin gewidmet. An «Martini» wurde auch der Zehnte geschuldet.
Es war der Tag, an dem das Volk der Obrigkeit Steuern bezahlen musste. Seitdem hat sich viel verändert. Nicht nur sieht die Obrigkeit anders aus. Aus Steuerzahlenden sind Kunden geworden. Sie können den Steuerfuss auch mibestimmen. Ganz abgesehen davon werden die Steuern für die natürlichen Personen nicht an einem kalten Novembertag eingezogen, sondern zur (milden) Jahresmitte, nämlich Ende Juni, in Rechnung gestellt. Das hat zwei Vorteile. Einerseits kann das persönliche Finanzwesen gut geplant werden. Andererseits kann von 0,5 Prozent Vergütungszins profitieren, wer pünktlich zahlt und bis Ende Juli 2017 die gesamte Rechnung begleicht. Sonst gibt es zwei Raten: 1. Juli mit einer Zahlungsfrist von 30 Tagen; 1. November mit einer Zahlungsfrist von 30 Tagen, wobei da zu bemerken wäre, dass wieder «Martini» ins Blickfeld gerät.

Insgesamt versendet das kantonale Steueramt Nidwalden Ende Juni 28 000 Steuerrechnungen für natürliche Personen, für Private also. Das ergibt rund 220 Millionen Franken für alle Ausgaben, welche die öffentliche Hand zu bestreiten hat. Selbstverständlich wird mit diesen Mitteln haushälterisch umgegangen. Die Steuerrechnungen für die juristischen Personen, für die Firmen also, sind Ende August im Postfach zu finden.

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