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Natürliche und juristische Personen bezahlen bei der Veräusserung von Grundstücken und Liegenschaften auf dem Gewinn eine Grundstückgewinnsteuer. Im Kanton Nidwalden gelangt das monistische System zur Anwendung. Dies bedeutet, dass sämtliche Grundstückgewinne - unabhängig, ob aus der Veräusserung von Privat- oder Geschäftsvermögen - von der Grundstückgewinnsteuer erfasst werden. Die Gewinne werden dabei von der kantonalen Einkommens- und Gewinnsteuer ausgenommen (StG Art. 141).

Der Gewinn berechnet sich aus der Differenz zwischen dem gesamten Verkaufserlös und den Anlagekosten (ursprünglicher Erwerbspreis zuzüglich getätigter wertvermehrender Investitionen). Bei geschäftlichen Grundstücken wird ein Teil des Gewinnes (Buchgewinn durch wiedereingebrachte Abschreibungen) der ordentlichen Einkommens- und Gewinnsteuer unterstellt. Nur der darüber hinausgehende Gewinn (Wertzuwachs) unterliegt der Grundstückgewinnsteuer.

Grundstückverluste sind mit Grundstückgewinnen desselben Jahres verrechenbar. Im weiteren sind Verluste aus der Veräusserung von Grundstücken aus dem Geschäftsvermögen den übrigen Geschäftsverlusten gleichgestellt und es können auch ordentliche Geschäftsverluste oder Verlustvorträge mit Grundstückgewinnen verrechnet werden (StG Art. 150).

Die Steuerbelastung wird unter Berücksichtigung der Eigentumsdauer festgelegt. Der Steuersatz beträgt bei einer Eigentumsdauer über 30 Jahre 12 % und erhöht sich bei einer Eigentumsdauer von weniger als 1 Jahr auf 36 % (StG Art. 151).

Steuerpflichtig ist die Veräusserin oder der Veräusserer des Grundstückes.

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Wiederkehr Martin
Sachbearbeiter natürliche Personen

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